Herkunft
Die Anfänge des Carambolebillards reichen bis ins Mittelalter
zurück. Das Spiel ist vor allem in Frankreich weiterentwickelt
worden, weshalb alle Fachausdrücke französisch sind. Das
Wort "Billard" kommt vom französischen "la bille"
(die Kugel).
Spielidee
Im Gegensatz zum heute bekannteren Poolbillard oder Snooker hat
ein Carambole-Billardtisch keine Löcher und Taschen. Es wird
mit drei Kugeln (Bällen) gespielt.
Die Grundregel ist sehr einfach: Man versucht in einem Stoss mit
dem eigenen Ball die zwei andern Bälle zu treffen, das heisst
eine Carambolage zu erzielen. Gelingt dies, bekommt man einen Punkt
und darf so lange weiter spielen, bis man verfehlt.
Es spielen immer zwei Spieler/innen eine Partie gegeneinander. Wer
mehr Punkte erzielt, gewinnt die Partie.
Es werden verschiedene Disziplinen gespielt, als Steigerung des
Schwierigkeitsgrads zum Beispiel das Dreibandenspiel, bei dem der
eigene Ball mindestens drei Banden berührt haben muss, bevor
der dritte Ball getroffen wird.
Material
Gespielt wird auf verschieden grossen, geheizten Billardtischen,
deren Grundform aber immer zwei aneinandergefügten Quadraten
entspricht. Auf einem massiven Holz- oder teilweise Stahlgestell
liegt eine 5 Zentimeter dicke, absolut plan geschliffene Schieferplatte.
Die Platte und die mit Gummiprofilen ausgestatteten Banden sind
mit einem Spezialtuch überzogen, was das Spielen mit Effet
(Drall) erlaubt.
Die Bälle bestehen aus hochwertigem Kunststoff, damit sie
unzählige, teilweise auch sehr starke Stösse unbeschadet
überstehen. Wie die Billardtische werden sie regelmässig
gereinigt, um einen möglichst langen und korrekten Lauf zu
gewährleisten.
Das Queue (der Billardstock) ist das einzige zwingend notwendige
Werkzeug, das sich jede/r Billardspieler/in persönlich anschafft.
Ein Stock besteht normalerweise aus Holz und ist zweiteilig. An
der Queuespitze ist eine Lederkappe befestigt, damit dem Spielball
Effet mitgeteilt werden kann. Die Lederspitze wird beim Spielen
regelmässig mit Kreide eingerieben, um ein Abrutschen beim
Stossen zu vermeiden.
Schon für wenige hundert Franken kann ein sehr gutes Queue
gekauft werden, das über viele Jahre zuverlässig seinen
Dienst verrichtet.
Somit darf Billard als sehr preisgünstiges Hobby bezeichnet
werden.
Voraussetzungen
Das Carambole-Billardspiel eignet sich sowohl für Jugendliche,
wie auch für Damen und Herren jeden Alters.
Wer Herausforderungen liebt, mit Geduld und Beharrlichkeit ein Ziel
verfolgen kann, findet im Carambolebillard ein Hobby fürs Leben,
bieten doch die drei Bälle immer wieder neue Positionen und
Probleme, die es zu lösen gilt. Erforderlich sind Konzentrationsfähigkeit,
Kombinationsgabe und Ballgefühl.
Wer Turniere spielen möchte, sollte auch über Ausdauer,
Kondition und Nervenstärke verfügen.
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